Bei "Beckmann"
Mittwoch, 3. Februar 2010
Einen vielfach beachteten Auftritt in der ARD-Sendung "Beckmann" hatte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler. Darin knüpfte er, wie es in der nachfolgenden Berichterstattung hieß, sein politisches Schicksal an die Kopfprämie und stellte klar: "Wenn es nicht gelingen kann, ein vernünftiges Gesundheitsversicherungssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben." Dabei sind die Bewertungen seines Auftritts durchaus unterschiedlch: Die Ärztezeitung lobt den "Musterschüler", und "Die Welt" verteidigt dessen Pläne für eine nächste Gesundheitsreform, auch wenn sie Rösler bereits in der Defensive sieht. Der jedenfalls nimmt offensichtlich die Reaktionen auf seinen "Beckmann"-Auftritt ernst und versucht, durch Interviews wie im Deutschlandfunk die Deutungshoheit zu erlangen. Allerdings: Die 100-Tage-Bilanz der neuen Regierung wird nun auch am Gesundheitsminister festgemacht.
Geschrieben von Bernhard Hoffmann in Reformtagebuch um 11:17 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)


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